Tierische Proteine können nicht einfach ersetzt werden

Tierische Proteine sind von grundlegender Bedeutung für eine gesunde Ernährung. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Bericht der FAO „Wie tierische Lebensmittel von Landtieren zu einer gesunden Ernährung beitragen und unsere Gesundheit verbessern können". Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Proteine sowie Mikronährstoffe in Fleisch, Eiern und Milch spielen eine wichtige Rolle für die menschliche Gesundheit und Entwicklung. Diese Nährstoffe sind oft schwer in ausreichender Qualität und Menge aus rein pflanzlichen Alternativen zu gewinnen.

Tagesbedarf an Protein

FAO legt evidenzbasierte Untersuchung vor

Der Berich [1] ist der erste Teil einer Serie, die im Auftrag der FAO-Kommission für Landwirtschaft (COAG) erstellt werden. Die COAG hat 2020 die FAO dazu aufgefordert, eine umfassende, evidenzbasierte globale Bewertung des Beitrags der Nutztierhaltung zur Ernährungssicherheit, zu nachhaltigen Ernährungssystemen sowie zur Förderung gesunder Ernährungsweisen durchzuführen. Auch Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialaspekte sollten dabei berücksichtigt werden.

Basierend auf einer umfangreichen Sammlung von Daten aus über 500 wissenschaftlichen Arbeiten und 250 Politikdokumenten unterstreicht der Bericht, dass Lebensmittel wie Fleisch innerhalb einer ausgewogenen Ernährung dazu beitragen, die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in Bezug auf die Ernährung zu erreichen. Zu diesen Zielen zählen die Verringerung von Wachstumsstörungen bei Kindern, Unterernährung, Anämie bei Frauen im gebärfähigen Alter, Fettleibigkeit und von nichtübertragbaren Krankheiten bei Erwachsenen.

Zudem erbringt die Nutztierhaltung auch andere wichtige Ökosystemdienstleistungen z.B. in der Landschaftspflege, liefert Energie und trägt zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei. Weideland- oder Graslandökosysteme nehmen 40 Prozent der Landfläche der Welt ein. Sie sind nicht für den Ackerbau geeignet. Über die Nutztierhaltung wird das sonst unbrauchbare Grasland in hochwertige Nahrung umgewandelt.